54405. übersteiger schrieb am 17.04.2014 um 10:56 Uhr
Das letzte LR-Bashing in dieser Saison.
Eins vorweg: Die Kündigungsschreiben in der Familie, und die ist dank potenter männlicher Mitstreiter sehr groß, für das LR-Zeitungsabonnement sind bereits aufgesetzt. In der Cottbuser Lokalausgabe der LR will niemand, aber auch wirklich niemand etwas über den Club an der Elbe lesen. Schon gar nicht täglich. Da die rot-weiße Kuh aber nicht mehr genügend Geld / Aufmerksamkeit abwirft, wird eine neue Cash Cow gesucht und ist mit Dynamo bereits gefunden. Nun beginnt der sukzessive Aufmerksamkeitswechsel. ABER nicht mit uns verblendeten Lokalpatrioten. Die Netzhaut brennt, wenn ich sehe, wie in der lokalen Presse dieser Schweineclub hofiert wird. Das Schöne ist: Bald nimmt Euch niemand mehr ernst liebe LR-Verantwortliche. Weder der Cottbuser Fußballanhänger (Stichwort: Die Ratten verlassen das …), noch der gemeine Dynamofan, der erst jetzt, in angenehmeren Zeiten für die SGD, mit schwarz/gelben Content bedacht wird. Diese Berichterstattungsstrategie kann und wird nicht aufgehen!
Jetzt zum Artikel „Kinnhaken vor dem letzten Gong“. Dieser wurde mit viel Liebe, Gehirnschmalz und offensichtlich fehlender Zeit zusammengeklöppelt.
„Der bisher nicht gerade als rhetorische Kanone auftretende Coach klang vor der Partie gegen den FC St. Paulie plötzlich wie in einem „Rocky“-Film. Wie in diesen kitschigen Boxer-Drama nahm er jedenfalls ganz große, teils martialische Worte in den Mund. Und das an einem Mittwoch, an dem der Club später am Abend auch noch überraschend seinen Präsidenten Ulrich Lepsch verlor.“
Wo soll man in diesem Abschnitt als Erstes anfangen? Bei der Bezeichnung rhetorische Kanone vielleicht? Mir wäre ein Auftritt J.B. als nackte Kanone lieber gewesen, die Profis wiederum würde ich zur Abwechslung gerne mal als Sportskanonen betiteln. Aber wir sind hier nicht bei wünsch dir was. Die LR wünscht sich offensichtlich einfach wieder „ein Land, wo die Kanonen blühen“. Apropos Kanonen, da drüben in England soll es einen Club geben, der dieser Begrifflichkeit sehr gerecht wird und bei dem sogar ein paar Krauts die Geschütze bedienen.
„Wie in diesen kitschigen Boxer-Drama“. Gut Deutsch zunächst. Aber wieso ist „Rocky“ bitte kitschig? Nur weil die LR-Redakteurs Vorliebe für Hugh Grant Filmchen nicht geteilt wird, muss „Rocky“ schlecht gemacht werden? Allein durch seine Mimik hat mir Sylvester Stallone bewiesen, wie vielseitig das Leben sein kann. Die homoerotischen Wasserplanschereien, nach einem schweißtreibenden Rennen mit Apollo Creed, waren ein astreines Werben für Aufklärung und Toleranz. Der Handlungsstrang eines jeden Rockyabenteuers war dabei so überraschend wie die Spielweise „unserer“ Kicker. Also bitte…
“[…] auch noch überraschend seinen Präsidenten Ulrich Lepsch verlor“. Ebenfalls eine gelungene Formulierung. Wird in der Geschäftsstelle noch gesucht? Kann im Eifer des Gefechtes, unter dröhnenden Kanonenschlägen, passieren.
„Hätte man nicht die trostlose Tabelle zur Hand, würde man kaum glauben, dass Böhme über jene Profis spricht, die in der schlechtesten Saison der Vereinsgeschichte den FCE direkt an den Abgrund zur Drittklassigkeit gebracht haben.“
Hätte ich nicht diese trostlose LR-Ausgabe zur Hand, würde ich kaum glauben, dass die Redakteure auf einmal aus der „Deckung gehen“, obwohl sie zuvor mit ihrer unkritischen, drittklassigen Berichterstattung dazu beigetragen haben, dass auch das mediale Umfeld abgestiegen ist. Wovor hatte Wollitz bloß immer Angst, als er vom bösen, bösen Umfeld sprach?
„Deshalb kommt Böhme jetzt wohl auch aus der Deckung. Vermutlich zu spät – auf alle Fälle muss er auf den in Boxerkreisen berühmten „lucky punch“ („Glückstreffer“) hoffen. Doch Happy Ends gibt es meistens nur im Film“.
Dem international erfahrenen Lausitzer wird also „lucky punch“ erläutert und „happy ends“ mal so ohne Übersetzung hingerotzt. Ein bisschen inkonsequent. Im Übrigen gibt es „happy ends“ in jedem gut geführten Massagesalon, für die Masochisten unter uns sicherlich auch mal einen „lucky punch“.
Den kompletten LR-Bericht gibt es unter: https://www.lr-online.de/sport/rundschau/LR-Sport-Kinnhaken-vor-dem-letzten-Gong;art1075,4567434
Eins vorweg: Die Kündigungsschreiben in der Familie, und die ist dank potenter männlicher Mitstreiter sehr groß, für das LR-Zeitungsabonnement sind bereits aufgesetzt. In der Cottbuser Lokalausgabe der LR will niemand, aber auch wirklich niemand etwas über den Club an der Elbe lesen. Schon gar nicht täglich. Da die rot-weiße Kuh aber nicht mehr genügend Geld / Aufmerksamkeit abwirft, wird eine neue Cash Cow gesucht und ist mit Dynamo bereits gefunden. Nun beginnt der sukzessive Aufmerksamkeitswechsel. ABER nicht mit uns verblendeten Lokalpatrioten. Die Netzhaut brennt, wenn ich sehe, wie in der lokalen Presse dieser Schweineclub hofiert wird. Das Schöne ist: Bald nimmt Euch niemand mehr ernst liebe LR-Verantwortliche. Weder der Cottbuser Fußballanhänger (Stichwort: Die Ratten verlassen das …), noch der gemeine Dynamofan, der erst jetzt, in angenehmeren Zeiten für die SGD, mit schwarz/gelben Content bedacht wird. Diese Berichterstattungsstrategie kann und wird nicht aufgehen!
Jetzt zum Artikel „Kinnhaken vor dem letzten Gong“. Dieser wurde mit viel Liebe, Gehirnschmalz und offensichtlich fehlender Zeit zusammengeklöppelt.
„Der bisher nicht gerade als rhetorische Kanone auftretende Coach klang vor der Partie gegen den FC St. Paulie plötzlich wie in einem „Rocky“-Film. Wie in diesen kitschigen Boxer-Drama nahm er jedenfalls ganz große, teils martialische Worte in den Mund. Und das an einem Mittwoch, an dem der Club später am Abend auch noch überraschend seinen Präsidenten Ulrich Lepsch verlor.“
Wo soll man in diesem Abschnitt als Erstes anfangen? Bei der Bezeichnung rhetorische Kanone vielleicht? Mir wäre ein Auftritt J.B. als nackte Kanone lieber gewesen, die Profis wiederum würde ich zur Abwechslung gerne mal als Sportskanonen betiteln. Aber wir sind hier nicht bei wünsch dir was. Die LR wünscht sich offensichtlich einfach wieder „ein Land, wo die Kanonen blühen“. Apropos Kanonen, da drüben in England soll es einen Club geben, der dieser Begrifflichkeit sehr gerecht wird und bei dem sogar ein paar Krauts die Geschütze bedienen.
„Wie in diesen kitschigen Boxer-Drama“. Gut Deutsch zunächst. Aber wieso ist „Rocky“ bitte kitschig? Nur weil die LR-Redakteurs Vorliebe für Hugh Grant Filmchen nicht geteilt wird, muss „Rocky“ schlecht gemacht werden? Allein durch seine Mimik hat mir Sylvester Stallone bewiesen, wie vielseitig das Leben sein kann. Die homoerotischen Wasserplanschereien, nach einem schweißtreibenden Rennen mit Apollo Creed, waren ein astreines Werben für Aufklärung und Toleranz. Der Handlungsstrang eines jeden Rockyabenteuers war dabei so überraschend wie die Spielweise „unserer“ Kicker. Also bitte…
“[…] auch noch überraschend seinen Präsidenten Ulrich Lepsch verlor“. Ebenfalls eine gelungene Formulierung. Wird in der Geschäftsstelle noch gesucht? Kann im Eifer des Gefechtes, unter dröhnenden Kanonenschlägen, passieren.
„Hätte man nicht die trostlose Tabelle zur Hand, würde man kaum glauben, dass Böhme über jene Profis spricht, die in der schlechtesten Saison der Vereinsgeschichte den FCE direkt an den Abgrund zur Drittklassigkeit gebracht haben.“
Hätte ich nicht diese trostlose LR-Ausgabe zur Hand, würde ich kaum glauben, dass die Redakteure auf einmal aus der „Deckung gehen“, obwohl sie zuvor mit ihrer unkritischen, drittklassigen Berichterstattung dazu beigetragen haben, dass auch das mediale Umfeld abgestiegen ist. Wovor hatte Wollitz bloß immer Angst, als er vom bösen, bösen Umfeld sprach?
„Deshalb kommt Böhme jetzt wohl auch aus der Deckung. Vermutlich zu spät – auf alle Fälle muss er auf den in Boxerkreisen berühmten „lucky punch“ („Glückstreffer“) hoffen. Doch Happy Ends gibt es meistens nur im Film“.
Dem international erfahrenen Lausitzer wird also „lucky punch“ erläutert und „happy ends“ mal so ohne Übersetzung hingerotzt. Ein bisschen inkonsequent. Im Übrigen gibt es „happy ends“ in jedem gut geführten Massagesalon, für die Masochisten unter uns sicherlich auch mal einen „lucky punch“.
Den kompletten LR-Bericht gibt es unter: https://www.lr-online.de/sport/rundschau/LR-Sport-Kinnhaken-vor-dem-letzten-Gong;art1075,4567434